Väter üben Selbstjustiz nach sexueller Nötigung ihrer Töchter

Gericht verhängt Bewährungsstrafe

Väter üben Selbstjustiz nach sexueller Nötigung ihrer Töchter

Väter nehmen Rache wegen sexueller Nötigung ihrer Töchter

Es ist die wohl schlimmste Vorstellung für jeden Vater: Das eigene Kind wird Opfer von sexueller Gewalt. Die Wut, die eine solche Erfahrung auslöst, lässt sich als außenstehende Person nicht nachvollziehen. Die Gewissheit, dass das eigene Kind für den Rest seines Lebens mit dieser schrecklichen Erfahrung leben muss, hinterlässt tiefe Wunden in der Seele jedes Elternpaares. Das Gefühl der Hilflosigkeit und Ohnmacht lässt einen verzweifelt zurück.

Wie die Bild berichtet, haben zwei Väter aus dem Raum Düsseldorf versucht dieses Gefühl zu betäuben, indem sie Selbstjustiz an einem der Peiniger ihrer Töchter verübten.

Der 23-jährige Kai T. war ein Nachbar der beiden genötigten Mädchen (13, 14) und machte sie zusammen mit einem Kumpel betrunken. Nachdem die Täter, die beiden Mädchen sexuell zu nötigten, riefen diese geschockt und aufgelöst ihre Eltern an. Ihre Väter eilten herbei und konnten einen der Täter ausfindig machen. Sie schlugen ihn zusammen, sodass er mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus musste und zwei Wochen arbeitsunfähig war.

Karim K. und Stefan V., die Väter der Mädchen, wurden wegen gefährlicher Körperverletzung zu jeweils sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Die beiden Täter waren schon zuvor von einem Gericht wegen sexueller Nötigung zu Strafen von 200 und 500 Euro verdonnert worden, das Verfahren daraufhin allerdings eingestellt.