Die 5 größten Sperma-Mythen: Geht es uns mal aus?

Wir klären auf!

Ein Mann sitzt am Schreibtisch mit dem Laptop auf dem Schoß was zu langsamerem Sperma führen soll

Der Samen des Mannes: Viele Mythen ranken sich um die Kraft des männlichen Lebenssafts, so wie es auch viele Mythen über die Dysfunktion des Samens gibt – und genau um diese geht es hier. Immer wieder hört man nämlich, dass bestimmte Gewohnheiten dazu beitragen sollen, dass das Sperma "langsam", also nicht voll funktionsfähig wird. Wir haben die aus unserer Sicht 5 größten Mythen zusammengestellt und klären auf!

Mythos Nr. 1: Ein Notebook auf dem Schoß verlangsamt die Spermien

Dazu gibt es bisher keine eindeutigen Studienergebnisse. Was sicher ist: Der Laptop erheizt die Hoden erheblich - ob und wenn ja wie sehr das dem Samen schaden soll, ist jedoch nicht klar belegt.

Der Kerl hat keine Lust auf Verkehr weil dadurch vielleicht die Samen gesünder und schneller werden

Mythos Nr. 2: Abstinenz verbessert die Qualität der Samen

Auch hier gibt es widersprüchliche Empfehlungen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Männern, die den Verdacht hegen, unfruchtbar zu sein, mindestens drei bis sechs Tage zu warten, bevor sie ihre kleinen Kollegen checken lassen, weil sie durch das Warten die höchste Qualität erreichen.
Eine Studie jedoch, die 7000 Spermaproben untersuchte, kam zu dem Ergebnis, dass bereits eine zweitägige Abstinenz zu einer deutlichen Bewegungseinschränkung der Samen führte - genau die gegenteilige Empfehlung also. Hier braucht es also noch weitere Studien, um die Ergebnisse zu verifizieren.

Hier legt jemand selbst Hand an, was in Form einer Banane dargestellt wird

Mythos Nr. 3: Wer sich häufig selbst beglückt, dem geht das Sperma aus

Das ist wirklich völliger Quatsch! Dein Samen wird immer wieder neu produziert, er ist also ein sehr nachhaltiger Rohstoff. Du kannst wirklich so oft abschießen, wie du willst … eine Gefahr des Aufbrauchens besteht nie! Falls es doch mal passieren sollte, dass kein Samenerguss mit dem Höhepunkt einhergeht, ist das vielleicht ein Zeichen für eine Erkrankung im Genitalbereich. Ab zum Arzt! Aber damit, dass du zu oft den Drachen melkst, hat das ganz sicher nichts zu tun.

Das Handy nah an der Hose zu haben soll anscheinend die Samenzellen verlangsamen

Mythos Nr. 4: Handystrahlung tötet Samenzellen ab

Es gibt auch hier einige wenige Studien, die bewiesen haben wollen, dass Männer, die ihr Handy oft in der Hosentasche - und somit in unmittelbarer Nähe zu den kleinen Befruchtern - haben, langsamere Samenzellen haben, doch die Studien werden von anderen Forschen und Experten stark angezweifelt. Beispielsweise wurde das Rauchverhalten, was nachweislich einen starken Effekt auf die Fähigkeit des Spermas hat, nicht berücksichtigt. Dahingegen zweifeln viele Experten an, dass Handystrahlung irgendeinen schädlichen Effekt auf die Samenzellen hat. Ihr müsst also nicht anfangen, euer Handy um den Hals zu tragen!

Ein junger Mann ist nicht sicher ob etwas unten rum nicht stimmt weil sein Samen raus läuft und nicht spritzt

Mythos Nr. 5: Wenn es nur herausläuft, aber nicht spritzt, stimmt irgendetwas nicht

Wenn das bei euch der Fall sein sollte, braucht ihr euch absolut keine Sorgen zu machen. Die Intensität oder Kraft des Ergusses hängt nur davon ab, wie häufig sich der innere und äußere Blasenmuskel zusammenziehen - das passiert von Mal zu Mal unterschiedlich oft und hat nichts über den Gesundheitszustand eurer kleinen Krieger zu sagen.

Wir hoffen, euch etwas erleuchtet zu haben bezüglich der Mythen rund um eure Samenzellen. Grundsätzlich kann man sagen, dass die meisten Dinge, die als Samen-Killer verschrien sind, nicht in dem Ausmaß schädlich sind, wie oft vermutet wird! Macht euch also nicht zu viele Sorgen.