Der "Wolf of Wall Street" - Es war härter als im Film

Die Geschichte von Jordan Belfort spaltet die Massen

Der "Wolf of Wall Street" - Es war härter als im Film

Wenn dir das Leben Zitronen gibt...

Wer The Wolf of Wall Street gesehen hat, wird sich an diese Szene erinnern. Der von Drogen völlig zerstörte Jordan Belfort schleppt sich mit letzter Kraft durch seine Villa, um zu seinem Auto zu gelangen. Über den Boden robbend erreicht er seinen weißen Lamborghini und es ist eigentlich schon klar, wie das enden muss. Belfort klemmt sich hinter das Steuer, tritt unkontrolliert aufs Gas und schrottet seinen 400 PS starken Countach am nächstbesten Hindernis.

Die Szene ist ein Sinnbild für den Film. Den Drogen völlig erlegen, geht es dem von Lenardo Di Caprio gespielten Belfort nur noch um mehr Geld, Drogen und Sex. Er hat jeglichen Bezug zur Realität verloren und ist zu einem Egomanen geworden, der alles um sich herum zerstört.

Alles nur ein Film? Nicht ganz, wie Belfort im Schweizer Blick berichtet...

Der "Wolf of Wall Street" - Es war härter als im Film

Geldwäsche, Wertpapierbetrug und Drogenexzesse

Belfort prahlt damit, dass der Film bei den Themen "Drogen und Huren" sogar noch untertreibt. Er habe zeitweise "22 Substanzen gleichzeitig konsumiert“, berichtet der inzwischen 56-Jährige. Vor allem Alkohol, „verschreibungspflichtige Medikamente und Kokain“.

Mittlerweile hat der Amerikaner mehrere Drogentherapien hinter sich, während denen er Zeit hatte, sich darüber klar zu werden, wie viel Geld er für seinen Rausch ausgegeben hat. „Ich habe mir fast fünf Millionen Dollar durch die Nase gezogen und geschluckt“, berichtet er lachend.

In den 80ern und 90ern machte Belfort Millionen, indem er Aktienkurse künstlich in die Höhe trieb und seine Anteile dann verkaufte. Viele Menschen, die ihm ihr Vermögen anvertraut hatten, verloren alles und Belfort wurde des Betrugs schuldig befunden. Er konnte seine Haft jedoch auf zwei Jahre verkürzen, weil er mit den Behörden zusammenarbeitet.

Der "Wolf of Wall Street" - Es war härter als im Film

Auch der Film Selbst wurde unter dubiosen Umständen finanziert

Jetzt noch eine krasse Geschichte über die Finanzierung des Films. Auch diese Geschichte macht dem Film alle Ehre.

Alles beginnt 2011, auf einer Party in Cannes. Red Granite, eine gerade gegründete Produktionsfirma feiert eine exklusive Party, auf der es an nichts mangeln soll. Kanye West und Jamie Foxx performen ihren Song Gold Digger, währen Pharell Williams an den Turntables aufdreht. Eine Wagenladung Champagner, ein Haufen Supermodels und ein beschwipster Leonardo Di Caprio gehören zu den weiteren Zutaten einer rauschenden Nacht. Di Caprio befindet sich auf der Suche nach Geldgebern, für sein neues Projekt. Di Caprio kann Red Granit davon überzeugen, ihm die benötigten 50 Millionen Dollar vorzuschießen, um den Dreh von The Wolf of Wall Street zu ermöglichen. Klingt nach einer legendären Party.

Heute herrscht Katerstimmung. Red Granit hat offensichtlich im großen Stil Regierungsgelder veruntreut - der malayische Premierminister ist Schwiegervater eines Vorstandsmitglieds von Red Granite - und dringend nach Möglichkeiten gesucht, das Geld zu waschen.

Offensichtlich wurde Martin Scorseses Film über den Anlagebetrüger Jordan Belfort gedreht, um Geld zu waschen. Ein starkes Stück, das der ganzen Geschichte die Krone aufsetzt!