Wegen zu aufreizenden Outfits verloren sie ihre Lizenz

Baristas der anderen Art

Normalerweise zählt der Gang ins Stammcafé nicht zu den üblichen Tageshighlights: Schließlich bestellt man nur einen Kaffee, bezahlt und geht spätestens wieder, nachdem der Kaffee ausgetrunken ist.

Doch bei der US-Kette "Bottoms Up Espresso" erwartet einen so einiges mehr als nur Koffein. In knappen Outfits bedienen hier junge Baristas die Gäste. Genau das wurde einer geplanten Filiale im US-Bundesstaat Kalifornien nun zum Verhängnis.

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In Kalifornien gibt es bereits einige Filialen von "Bottoms Up Espresso". Doch Anfang diesen März' verhinderte die Stadtverwaltung von American Canyon, rund 35 Kilometer nördlich von San Francisco gelegen, die geplante Eröffnung eines dieser Cafés in ihrer Stadt. Der Grund: Die "Arbeitskleidung" der Mitarbeiterinnen wäre eines Cafés nicht angemessen, sondern deute auf ein Erwachsenen-Geschäft hin. Mehrere Beschwerden von Bürgern seien wegen der "Bikini Baristas" eingegangen, so die Stadtverwaltung. Nach einem Gespräch mit dem CEO der Kette sei klar geworden, dass dieser nicht plane, den "Dresscode" für die neue Filiale extra anzupassen.

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Nach einer Abstimmung wurde dem Betreiber, Nate Wilson, die Lizenz für die Stadt entzogen. Dieser reagierte mit Unverständnis: Die Gäste würden nicht mehr sehen, als sie an den örtlichen Stränden sowieso zu sehen bekommen. Einspruch gegen die Entscheidung werde er aber nicht erheben: Das würde nur Steuergelder verschwenden – auch wenn er laut New York Post überzeugt sei, vor Gericht Recht zu bekommen: „Wir fallen nicht unter ‚Erwachsenen-Unterhaltung‘, wie angedeutet wird. Die Lizenz wurde noch vor der Eröffnung und bevor wir Widerspruch einlegen konnten widerrufen. Die Stadt überschreitet ihre Machtbefugnisse und zeigt, wie auch eine kleine Regierung ihre Macht missbrauchen kann.

Der Bürgermeister von American Canyon, Sean Morgan, stimmte dem gewissermaßen zu – er sagte, dass der Standort „unglücklich“ gewählt sei – die Betreiber wohl aber nicht gegen die Stadtverordnung verstoßen würden.