Studie: Bereits nach zwei Joints wird das Gehirn verändert

Cannabis hat doch größere Auswirkungen als allgemein angenommen

Studie: Bereits nach zwei Joints wird das Gehirn verändert

Cannabis ist eine umstrittene Droge. Viele wollen, dass sie legalisiert wird, andere sind dagegen und sagen, sie ist zu recht illegal. Es ist ein sehr kontroverses Thema. Doch eine neue Studie gibt nun neue Erkenntnisse. Eine internationale Forschergruppe warnt jetzt vor allem Eltern vor der Droge. Denn sie wird oft als leichte Einstiegsdroge bei Jugendlichen verwendet. Doch die Forschung hatte ergeben, dass bereits ein oder zwei Joints genügen, um merkliche Veränderungen im Gehirn eines Teenagers zu bewirken. 

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Studie: Bereits nach zwei Joints wird das Gehirn verändert

Die Ergebnisse des Forscherteams wurden im „Journal of Neuroscience“ veröffentlicht. Bei der Studie setzten sie auf modernste bildgebende Verfahren wie die sogenannte „Voxel-basierte Morphometrie“. 

So wurde festgestellt, dass bei 14-Jährigen, die lediglich ein oder zweimal Cannabis geraucht hatten, direkt eine Zunahme der grauen Hirnsubstanz zu erkennen war. Dadurch war plötzlich mehr graue, als weiße Gehirnsubstanz vorhanden. Daraus folgten Symptome, wie langsamere Arbeitsgeschwindigkeit, Einschränkung des logischen Denkvermögens und der körperlichen Koordination der Probanden. Verglichen wurde immer mit Nicht-Konsumenten. Zwei Jahre lang führten die Forscher die Studie durch. Dabei wurde auch erkannt, dass die Konsumenten Angststörungssymptome aufwiesen. 

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Studie: Bereits nach zwei Joints wird das Gehirn verändert

Kinder und Jugendliche gelten laut der Studie als besonders gefährdet. Nicht nachgewiesen werden konnte allerdings der genaue Zusammenhang zwischen Droge und Ergebnissen. 

Faktisch konsumieren ca. 7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen Cannabis, dabei sind es doppelt so viele Jungen wie Mädchen, wie der Jahresbericht der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht schreibt. Vor den Konsequenzen wird gewarnt. 

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, sagt: „Vor allem für Kinder und Jugendliche kann Kiffen zum Problem werden. Die Folgen des Konsums von Cannabis werden in der öffentlichen Debatte häufig verharmlost. Nur weil manche Erwachsenen meinen, mit Cannabis kein Problem zu haben, ist die Droge für andere noch lange nicht harmlos.“ Sie fordert mehr Aufklärung  zu der Droge.