Berliner Cyborg: Extremsportler Arda Saatçi läuft 600km und Zehntausende schauen zu

Er verbraucht ca. 15.000 Kalorien pro Tag, überwindet 5.700 Höhenmeter bei über 40°C Hitze – und das auf einem Asphalt, der sich auf bis zu 80°C aufheizt.

Red Bull dominiert den Extremsport.
Quelle: IMAGO / GEPA pictures

Red Bull dominiert seit vielen Jahren den Extremsport mit spektakulären Events und Sponsoring. Dabei entstehen teilweise neue extreme Disziplinen, egal ob beim Base-Jumping, Mountainbike, Wingsuit-Fliegen, Motorsport oder beim Laufen. Die Aktionen können teilweise kaum eine menschliche Grenze: zum Beispiel als Felix Baumgarten († 2025) im Jahr 2012 aus der Stratosphäre nahe dem Weltall auf die Erde Sprang.

Im Mai 2026 schaut die Welt auf einen anderen Mann. Sein Name ist Arda Saatçi. Der deutsche Extremsportler aus Berlin wollte 600 Kilometer durch die Wüste des Death Valley laufen und tausende Menschen schauten ihm dabei live zu. 

Und zur Belohnung gab es ein Eis mit Mama:

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Arda Saatçi, der deutsche Cyborg

Der Berliner mit türkischen Wurzeln Arda Saatçi ist bekannt unter dem Titel „Cyborg“. Seine körperlichen Leistungen wirken so extrem, dass sie nahezu unmenschlich erscheinen. Im April 2024 lief der 1997 geborene Sportler von Berlin bis nach New York. Gestartet am Brandenburger Tor rannte er bis nach Porto in Portugal, von da flog er nach Boston und dann ging es auf den Laufschuhen weiter bis nach New York. Insgesamt absolvierte er über 3000 Kilometer an 74 Lauftagen. 

Im Mai 2026 legte er da noch eine Schippe oben drauf. Arda Saatçi startete am 05.Mai.2026 den „Red Bull Cyborg Season 26 – Ultra 600“. Sein Ziel 600 Kilometer in 96 Stunden durch die Wüste im Death Valley. Wenn er am Santa Monica Pier in Los Angeles ankommt hat er also quasi mehr als 15 Marathons in 4 Tagen hinter sich und das alles bei 40°C sengender Hitze und auf einem Asphalt, der sich bis zu 80 °C aufheizt. 

Hat er das geschafft?

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Zur Belohnung ein Eis für Mama

Unglaublich, aber wahr: Arda Saatçi ist 123 Stunden und 21 Minuten lang gelaufen, dabei legte er eine Strecke von 606 Kilometern zurück. In der ganzen Zeit nahm er sich minimale Schlaf-Pausen von nur 30-90 Minuten. Er kam somit am Sonntag den 10. Mai um 14:30 Ortszeit tatsächlich am Santa Monica Pier bei Los Angeles an. Zwar merkte man dem 28-Jährigen die schier unmenschlichen körperlichen Strapazen auf den letzten Metern sichtlich an, dennoch hatte er selbst da noch eine Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunden. Insgesamt lief er auf seinem Run durchschnittlich 12 Minuten pro Kilometer.

Für das Erreichen seines Ziels motivierte ihn auch ein Versprechen, dass er seiner Mutter gab – nämlich am Muttertag gemeinsam ein Eis zu essen. Doch nach dem Lauf hatte er noch etwas anderes im Sinn: „Ich würde erst mal gerne duschen. Ich habe seit dem Anfang nicht geduscht!“, wie er bild.de erzählte. 

Nicht nur seine Mutter fieberte seinem Ziel entgegen, sondern auch seine Fans. Laut Angaben des Sponsors Red Bull sollen in der Spitze sogar zwei Millionen Menschen den Livestream von Arda eingeschaltet haben. Die Begeisterung der Menschen berührte den Extremsportler: „Ich wusste gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin zutiefst berührt, unglaublich dankbar. Es ist ein riesiges Privileg, das hier erleben zu dürfen.“

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„Ich kämpfe nur gegen mich selbst.“

Arda Saatçi dokumentiert nicht nur seine Vorbereitungsphase auf Social Media und vor allem auf YouTube, sondern auch seine Läufe selbst. Seine tiefe Überzeugung dabei: „Ich kämpfe nur gegen mich selbst.“

Im Livestream schauten Hunderttausende Menschen überall auf der Welt zu, wie er durch die Wüste lief und waren beeindruckt von seiner Leistung. Der deutsche Boxer Agit Kabayel schreibt unter die Bilder von Arda „du bist eine große Inspiration für die Jugend“. Extremsportler Joey Kelley schließt sich der Begeisterung an: „Unglaubliche Leistung“. Auch deutsche Promis zeigen sich beeindruckt so zum Beispiel „Knossi“ Konssalla oder auch Rapper Luciano.

Gegenüber bild.de zeigte Arda nach dem Extrem-Lauf noch einmal seine Disziplin und sein Durchhaltevermögen: „In meinem Kopf war einfach nur: Egal wie – auch wenn die Kniescheibe rausspringt – renn einfach um dein Leben! Versuch, alles reinzuholen.“

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Wer ist der Mann, der solche Extremläufe schafft?

Laut Bild.de wollte Arda Saatçi Fußballprofi werden. Früh begleitete den heute 28-Jährigen der Sport und er stand für die Berliner AK U19 und den SV Altlüdersdorf auf dem Platz. Doch dann zerplatzte der Traum vom Fußballprofi und er studierte Betriebswirtschaft und entdeckte neue Seiten des Sports. Neben dem Boxen vor allem das Laufen und schnell entwickelte sich das zu einer Art Besessenheit. Teilweise soll er zwei Mal am Tag intensiv trainiert haben und zeigte seine Erfolge auf Instagram. Spätestens seit seiner Aktion 2024, wo er von Berlin nach New York lief, nahm seine Bekanntheit enorm zu. 

Lesetipp: Das Ganze hat dich motiviert, um selbst mit dem Sport anzufangen, dann können diese Tipps hilfreich für den Anfang sein.

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