Es ist belegt: Studie weist „Männergrippe“ nach

Von wegen übertriebenes Jammern

Es ist belegt: Studie weist „Männergrippe“ nach

In Deutschland geht sie wieder los: die Grippe-Saison. Und bei vielen Frauen dürfte das wieder zu starkem Seufzen führen. Nicht, weil sie schließlich ja selbst auch von dieser regelmäßigen Erkrankung betroffen sind. Sondern weil dann wieder das große Klagen der Männer losgeht: alles tut weh, Fieber, Müdigkeit. Das Ganze wird dann mit dem ironisch gemeinten Wort „Männergrippe“ quittiert.

Doch jetzt gibt eine Stunde aus dem British Medical Journal den wehleidigen Männern recht: Die „Männergrippe“ ist echt! 

Was genau die Forscher herausfanden, erfahrt ihr auf den nächsten Seiten.

Es ist belegt: Studie weist „Männergrippe“ nach

Leiter der Studie, Dr. Kyle Sue, von der Universität Neufundland hatte mit seinem Team kranke Personen aus Hong Kong untersucht und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen:

Zum einen schlägt die Grippe beim männlichen Geschlecht stärker zu – das Risiko einer stationären Behandlung bei einem Infekt liegt höher als bei Frauen. Auch vertragen sie Impfungen schlechter. 

Woran das vermutlich liegt, lest ihr auf der folgenden Seite.

Es ist belegt: Studie weist „Männergrippe“ nach

Die Ursache dafür, dass eine Grippe einen stärkeren Effekt auf Männer hat, liegt vermutlich daran, dass Männer an sich schon ein schlechteres Immunsystem als Frauen haben. Das führe zu einer höheren Sterblichkeitsrate, so der Leiter der Studie.

Und noch ein ganz banaler Grund kommt hinzu: Männer leben im Schnitt einfach deutlich ungesünder als Frauen. Nikotin- und Alkoholkonsum, wenig körperliche Aktivität und ungesunde Ernährung schwächen das Immunsystem zusätzlich.

Aber bevor jetzt alle in selbstgerechte Panik ausbrechen: Solange die Symptome nicht zu stark werden, bleibt die Standardbehandlung das Hüten des heimischen Bettes, warme Suppe und Tee.