Handball-EM 2026: Die Details auf dem Spielfeld haben wir alle übersehen
Die Handball-EM zieht Millionen von Zuschauern in ihren Bann. Doch einige Details auf dem Spielfeld bleiben auch den größten Fans oft verborgen.
Die Handball-EM 2026 ist in vollem Gange und Millionen Zuschauer*innen weltweit fiebern mit ihren Teams mit. Doch neben den vielen Toren und Paraden bei der deutschen und anderen Nationalmannschaften gibt es auch zahlreiche Details auf dem Spielfeld, die häufig unbemerkt bleiben. Welche Geheimnisse, die sich hinter den Kulissen der Handball-EM verbergen, kanntest du selbst als Fan noch nicht? Auf den nächsten Seiten erfährst du es!
Und damit kommen wir zu einer interessanten Beobachtung auf dem Spielfeld:
An welchem Mittel riechen die DHB-Stars hier vor Spielbeginn?
Ist dir schon mal aufgefallen, dass sich die Spieler und der Trainer vor Spielbeginn oder auch in den Pausen ein bestimmtes Mittel unter die Nase halten? Häufig wird dieses auch in das Trikot geträufelt. Ein ziemlich seltsames Ritual – doch keine Sorge: Dabei handelt es sich nicht etwa um Doping, sondern um japanisches Minzöl! Das in Sportlerkreisen als „Japanöl“ bekannte Minzöl ist völlig unbedenklich. Handballspieler*innen nutzen es gerne, um ihre Nase und ihren Kopf freizubekommen. Das ätherische Öl regt beim Einatmen die Kälterezeptoren in der Nasenschleimhaut an und lindert so schnell das Gefühl einer verstopften Nase. Besonders in der trockenen Hallenluft wirkt es erfrischend und wohltuend.
Noch ein Detail, das dir vielleicht entgangen ist:
Warum fassen sich die Handball-Stars zwischendurch an den Fuß?
Du hast sicherlich schonmal bemerkt, dass sich viele Spieler während des Spiels immer wieder an den Schuh fassen. Und das hat auch einen logischen Grund! Denn viele Handballer tragen ein mit Tape befestigtes „Harz-Depot“ am Schuh, wie Nationalspieler Marko Grgić erklärt: „Das heißt, wir haben am Handballschuh meist drei bis vier Streifen Tape, was wir uns an die Hacke meistens festmachen und da etwas Harz dran kleben, damit wir nicht jedes Mal zur Bank laufen müssen und im Spiel einfach rangehen können.“
Apropos Harz:
Wird Harz im Handball bald verboten?
Das Mittel sorgt tatsächlich für viel Diskussion: Viele Profis nutzen Harz, um den Grip im Spiel zu verbessern, doch es gibt auch Gegner. Zahlreiche Amateurvereine verbieten es bereits, da Harz die Hallenböden und Trikots stark verschmutzt. Im Amateurbereich müssen die Spieler*innen die Böden nach dem Spiel oft selbst reinigen, was zusätzliche Arbeit verursacht. Wie stehen die Nationalspieler selbst zum möglichen Verbot? Christoph Steinert meint: „Das wäre ein Grund, das ganze Ding zu beenden, also das ist ein anderer Sport ohne Harz.“
Das nächste Detail wundert uns:
Warum trägt der Torwart keine Handschuhe?
Vor allem im Vergleich zum Fußball fällt auf, dass die Torwarte beim Handball keine Handschuhe tragen. David Späth erklärt im Interview mit dem ZDF: „Das hat sich so eingebürgert. Wir brauchen das nicht. Vor allem für die Pässe wird's dann schwer, wenn man Handschuhe an hat. Ne, das ist einfach so ein Ding bei Handballern.“ Klingt logisch, denn anders als beim Fußball benutzen die Spieler und Spielerinnen eben fast ausschließlich ihre Hände – und das gilt natürlich auch für den Torwart.
Apropos Hände:
Warum ist der Handball so platt?
Wer schon mal andere Ballsportarten ausprobiert hat, weiß, dass Bälle in der Regel gut aufgepumpt sein sollten. Doch beim Handball sieht das anders aus – der Ball wirkt oft eher platt. Warum ist das so? Der Grund ist so simpel wie nachvollziehbar: Wäre der Ball zu stark aufgepumpt, könnte man ihn nicht mehr gut greifen. Daher wird bei Handbällen oft sogar etwas Luft abgelassen, um den optimalen Grip und die Kontrolle zu gewährleisten.
Die nächste Beobachtung ist ebenfalls interessant:
Warum werfen die Nationalspieler den Ball bei der ersten Aktion des Spiels absichtlich zum Gegner?
Du hast sicherlich schon bemerkt, dass zu Beginn des Spiels ein kurioser Ballaustausch stattfindet. Denn hier werfen die Spieler den Ball absichtlich zum Gegner. Luca Witzke erklärt gegenüber dem ZDF den Grund dafür: „Damit jeder den Ball in der Hand hatte. Das gibt einem schon so ein bisschen so ein gutes Gefühl, dass wenn man in der Abwehr vor allem zuerst steht, dass man dann auch einfach den Ball schon ein bisschen gefühlt hat. Ist glaube ich einfach so ein Tick von jedem, einfach ein gutes Gefühl zu haben.“
Hast du das ebenfalls mitbekommen?
Das bedeuten die Rückennummern der Nationalspieler
Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Nummer auf dem Trikot eine persönliche und besondere Bedeutung für die DHB-Stars hat. Manche Nationalspieler geben dem ZDF darüber freudig Auskunft:
- Justus Fischer, Nr. 54: Die alte Nummer seines Vaters, die er beim American Football trug
- Lukas Zerbe, Nr. 17: Er hat am 17. Januar Geburtstag
- Christoph Steinert, Nr. 44: Die Zahl ist in China eine Glückszahl
- Luca Witzke, Nr. 7: Sein Vater trug früher die Nummer 7
- Juri Knorr, Nr. 15: Sein Lieblingsspieler war Lars Christiansen, der diese Nummer trug
- Lukas Mertens; Nr. 36: Trug schon im Verein stets die Nummer 22, während sein Papa damals die Nummer 14 hatte, sodass die beiden in der Summe Nummer 36 ergeben.