Frauenpower: Das sind die erfolgreichsten Rapperinnen Deutschlands

In der Deutschrap-Szene gibt es immer mehr Frauen, die die Männer von der Chartspitze drängen. Das sind derzeit die erfolgreichsten Rapperinnen Deutschlands

Rapperin Juju ist auch nach dem Aus von SXTN noch auf der Überholspur.
Quelle: IMAGO / Eventpress

Männliche Künstler wie beispielsweise Sido, Capital Bra und Bushido sind aus der deutschen Rapszene nicht mehr wegzudenken. Jedoch haben die Musiker in den vergangenen Jahren harte Konkurrenz von weiblichen Vertretern bekommen, deren Namen immer weiter an die Spitze der Charts klettern. Wir stellen dir die derzeit erfolgreichsten Rapperinnen Deutschlands vor, die du auf dem Schirm haben solltest!

#1 Juju

Die meisten Leute kennen Judith Wessendorf alias Juju vor allem als eine Hälfte des Rap-Duos SXTN. Mit „Von Party zu Party" erlangte sie zusammen mit Kollegin Nura Goldstatus. Im Frühjahr 2019 entschieden sich die beiden allerdings dazu, getrennte Wege zu gehen. Der Erfolg hielt für die Berlinerin an. Es folgten Singleauskopplungen mit Capital Bra und Henning May, die auf Platz 1 der deutschen Singlecharts landeten. Mittlerweile hat Juju sogar einige Preise, wie den MTV Europe Music Award, die 1 Live Krone und zwei Bravo Ottos abgesahnt. 

Auch ihre Ex-Kollegin startet weiterhin Solo durch:

Nura sammelte erste Band- und Bühnenerfahrung als Tänzerin bei The toten Crackhuren im Kofferraum.
Quelle: IMAGO / Eibner

#2 Nura

Allgemein bekannt ist Nura Habib Omer als eine Hälfte von SXTN. Dabei sammelte die gebürtige Eritrearin erste Band- und Bühnenerfahrung als Tänzerin bei der  Pop-Punk-/Electroclash-Band The toten Crackhuren im Kofferraum und beim Berliner Kneipenchor. Nach dem Aus von SXTN ging es auch für sie steil als Solokünstlerin nach oben. Doch Musik ist längst nicht ihr einziges Steckenpferd. Mittlerweile tritt Nura auch als Schauspielerin in Erscheinung, unter anderem bei „jerks.", „Asphaltgorillas" und übernahm in der Mockumentary-Serie „Die Discounter" sogar eine der Hauptrollen. 2020 veröffentlichte sie sogar ihre Autobiographie „Weißt du, was ich meine? – Vom Asylheim in die Charts". Zudem spricht sich die Musikerin regelmäßig offen gegen Homophobie, Sexismus und Rassismus aus und war 2018 sogar das Gesicht des CSD Berlin.

Die nächste Rapperin sorgte 2019 für einen regelrechten Skandal:

Im Sommer 2019 wurde Loredana kurzzeitig von der Kantonspolizei festgenommen.
Quelle: IMAGO / Future Image

#3 Loredana

Loredana Aliu Zefi ist schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Ihre Karriere begann die gebürtige Schweizerin auf Instagram mit einem einfachen Lip-Sync-Video zu dem Track „Habibi" von Maître Gims. Zusätzlich postete sie einige Fashion-Outfits und sammelte innerhalb kürzester Zeit über 100.000 Abonnent:innen auf der Plattform. Im Juni 2018 folgte ein Kanal auf YouTube, auf dem sie das Musikvideo zu ihrem Song „Sonnenbrille" hochlud. Innerhalb von nur 15 Tagen erreichte das Lied über 13 Millionen Aufrufe auf sämtlichen Plattformen und stellte somit den Startschuss ihrer Musikkarriere dar, die sie anfangs noch mit ihrem damaligen Ehemann Mozzik begann. Mit dem kosovarischen Rapper bekam sie 2018 Töchterchen Hana, für die sie sogar einen eigenen Instagram-Account anlegte. Dass Loredana wortwörtlich „Ein Herz für Kinder" hat, zeigte sie im Dezember 2020, als sie und ihr Plattenlabel satte 100.000 Euro an die gleichnamige Spendengala spendeten. 

Doch die „Eiskalt"-Interpretin ist nicht nur für positive Schlagzeilen verantwortlich. Im Sommer 2019 wurde sie in ihrer Wohnung in Luzern von der Kantonspolizei vorübergehend festgenommen. Sie soll mit einem ihrer älteren Brüder mittels einer Betrugsmasche ein älteres Ehepaar um über 600.000 Franken gebracht haben. Kurz nach ihrer Festnahme und Vernehmung wurde die Sängerin allerdings wieder freigelassen. Erst im Herbst 2020 gab die Luzerner Staatsanwaltschaft bekannt, dass sie das Verfahren unter anderem wegen Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug einstellte. Loredana und die Geschädigte hätten sich außergerichtlich geeinigt. Dabei habe es nicht nur eine Entschuldigung für das Betrugsopfer gegeben, sondern Loredana gestand auch ihre Taten und übernahm dafür die volle Verantwortung. Sie bezahlte der Geschädigten sogar eine Entschädigung.

Die nächste Rapperin ist mittlerweile schon ein alter Hase in dem Showbusiness:

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#4 Kitty Kat

Wer den Künstlernamen Kitty Kat hört, muss möglicherweise sofort an den Track „Strip für mich" denken, für den Katharina Löwel als Feature für Sido diente. Ihre Karriere als Rapperin begann sie im Alter von 21 Jahren, als sie von Fler und von Aggro-Berlin-Produzent Paul NZA entdeckt wurde. Zwischen 2006 und 2009 tauchte die gelernte Bankkauffrau immer wieder auf Tracks des Labels auf, meistens unter dem Alter Ego Brooke Skillz. 2009 startete sie auch als Solokünstlerin durch. Katharina nahm 2013 sogar bei „Promi-Frauentausch" teil und durfte in das Leben des „Eis am Stiel"-Stars Zachi Noy eintauchen. Gelegentlich hörte man nur wenig von ihr. Das lag allerdings daran, dass die Musikerin als Autorin für andere Künstler:innen zur Verfügung stand. Unter anderem war sie an Hits des Glasperlenspiel-Duos beteiligt. Ende 2021 erlangte Kitty Kat als Rapperin wieder mehr Aufmerksamkeit, als sie mit Shirin David den gemeinsamen Song „Be a Hoe/Break a Hoe" veröffentlichte, der es auf Platz eins der deutschen Singlecharts schaffte. 

Apropos Shirin David: 

Shirin David begann ihre Karriere bei YouTube.
Quelle: IMAGO / Eventpress

#5 Shirin David

Sie darf natürlich in diesem Artikel nicht fehlen! Bevor Barbara Schirin Davidavičius, so wie Shirin mit bürgerlichem Name heißt, ihre Karriere auf YouTube begann, nahm sie an der Ballettschule des Hamburg Balletts klassischen Tanzunterricht und rundete ihre musikalische Ausbildung an der Jugend-Opern-Akademie in Gesang, Schauspiel und Tanz ab. 2015 präsentierte die Hamburgerin erstmals ihr musikalisches Talent, als sie zusammen mit Ado Kojo ein Cover zu Sabrina Setlurs „Du liebst mich nicht" veröffentlichte, der es in die Top 10 der deutschen und österreichischen Singlecharts schaffte. 2017 war sie sogar schon Jurorin in der 14. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar". Ihren großen musikalischen Durchbruch hatte Shirin allerdings erst 2019, als sie ihr erstes Studioalbum „Supersize" veröffentlichte. Seitdem haut sie einen Hit nach dem anderen heraus. 2021 überraschte die Rapperin sämtliche Kritiker, als sie an der Gameshow „Wer stiehlt mir die Show?" teilnahm und sogar einmal die Moderation der Sendung gewann.

Jedoch sorgte Shirin auch schon wie Loredana für einige Negativ-Schlagzeilen. Die Dreharbeiten zum Musikvideo „ Hoes Up G’s Down" wurden im Mai 2020 in einer Berliner Villa von der Berliner Polizei aufgelöst. 72 anwesende Personen wurden wegen Verstößen gegen die aufgrund der Coronapandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen angezeigt. Auch für den Song „Nur mit dir", den sie zusammen mit Xavier Naidoo aufnahm, wurde die Musikerin hart kritisiert, da Naidoo in der Vergangenheit durch rechtspopulistische und verschwörungsmythische Äußerungen aufgefallen war. Als der Sänger 2020 im Zuge der COVID-19-Pandemie das Coronavirus leugnete, ließ Shirin kurzerhand das Lied aus sämtlichen offiziellen Plattformen löschen.

Auch die nächste Künstlerin fing ihre Karriere auf YouTube an:

Katja Krasavice startete ihre Karriere als Webvideoproduzentin.
Quelle: IMAGO / HMB-Media

#6 Katja Krasavice

Mit 17 Jahren eröffnete Katrin Vogelová, die den meisten Leuten als Katja Krasavice bekannt ist, ihren YouTube-Kanal und lud anfangs Videos hoch, in denen sie Songs von Miley Cyrus coverte, die von dem Videoportal allerdings aus rechtlichen Gründen wieder gelöscht wurden. Es folgten Videos über Themen wie Lifestyle und Sexualität, mit denen die gebürtige Tschechin einer breiten Masse bekannt wurde. Ende 2017 veröffentlichte sie ihre erste Single namens „Doggy", mit der sie bereits in den Top 10 der deutschen Singlecharts landete. Seitdem hat Katja drei Nummer-eins-Alben herausgebracht, arbeitet mit bekannten Künstlern wie Dieter Bohlen, Pietro Lombardi, Saweetie und Doja Cat zusammen und hat sogar schon ihre Autobiographie unter dem Namen „Die Bitch Bibel" herausgebracht. 

Die nächste Rapperin ist gerade einmal 19 Jahre jung und ist ein absoluter Überflieger in der Deutschrap-Szene:

badmómzjay ist die erste Rap-Künstlerin, die auf der deutschen „Vogue" zu sehen war.
Quelle: IMAGO / Future Image

#7 badmómzjay

Rot gefärbte Haare, lange künstliche Fingernägel und gerade einmal 19 Jahre jung: das ist Jordan Napieray alias badmómzjay. Die Musikerin ist zwar erst seit 2019 im Deutschrap-Business angekommen, hat aber in der kurzen Zeit schon einige Erfolge auf ihrer Agenda, von denen alteingesessene Musiker:innen schon jahrelang träumen. Schon ein Jahr nach ihrem Karrierestart wurde sie unter anderem von Bravo als auch Hiphop.de als „Beste Newcomerin" ausgezeichnet. Ihre Single „Tu nicht so" gehört zum offiziellen FIFA-22-Soundtrack. Im Frühjahr 2022 wurde Jordy, so wie sie von ihren Fans häufig genannt wird, eine große Ehre zuteil: Sie zierte als erste Rap-Künstlerin das deutsche Cover der „Vogue", da sie sich in ihren Texten gegen Sexismus, Rassismus und Homophobie ausspricht. 

badmómzjay bekennt sich offen zu ihrer Bisexualität und zur LGBT-Community. Ihr Song „Snowbunny" wurde allerdings von einigen Fans missverstanden. Laut Kritikern sollte der Track rassistische und sexistische Äußerungen enthalten, was laut der Interpretin nicht stimmte. Sie entschuldigte sich nicht nur für das Missverständnis, sondern ließ den Song auch von den Streaming-Plattformen entfernen.

Die nächste Rapperin saß schon mal im Gefängnis:

Schwester Ewa trat 2020 ihre Haftstrafe an.
Quelle: IMAGO / eu-images

#8 Schwester Ewa

Ewa Malanda alias Schwester Ewa verkörpert all das, was man in der Rapszene erwartet. Nachdem sie einst als Prostituierte ihr Geld verdient hatte, startete sie 2012 ihre Rap-Karriere mit Feature-Parts auf Xatars „Beifall" und Celo & Abdis Track „Frauen". Ihr Debütalbum „Kurwa" stieg 2015 auf Platz 11 in die deutschen Albumcharts ein, was den ersten Charterfolg in ihrer Karriere darstellte. Jedoch machte die gebürtige Polin über die Jahre hinweg mehr Negativ-Schlagzeilen. Kurz heruntergebrochen: Ewa wurde 2017 wegen 35-facher Körperverletzung, Steuerhinterziehung und Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Am 12. Januar 2020 trat sie ihre Haftstrafe an. Ihre damals einjährige Tochter durfte sie nicht mitnehmen. Nachdem sie zwei Drittel der Haftstrafe verbüßt hatte, wurde sie Anfang Februar 2021 aus dem Gefängnis entlassen. In ihrer Autobiographie „Enthüllungen: Das Leben fickt am härtesten" und in der RTL+-Produktion „Rapperin. Häftling. Mutter." lässt Schwester Ewa ihre Fans und Kritiker noch tiefer in ihre Seele blicken. 

Die nächste Künstlerin sollte man auch auf dem Schirm haben: 

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#9 Hava

Dilara Hava Tunç aka Hava erhielt bereits vor ihrem ersten Song „Heartbreaker" einen Vertrag bei Sony Music. Denn auf Instagram wuchs ihre Community mit jedem Post. Bereits nach einigen Tagen erreichte das dazugehörige Musikvideo über eine Million Aufrufe auf YouTube, da es von den Rappern Nimo, Moe Phoenix, Sun Diego und Delil Certel ordentlich gepuscht wurde. Mittlerweile hat die Muslimin, die in ihrer Jugend viele Jahre ein Kopftuch trug, zwei Alben veröffentlicht. Seit 2020 ist Hava zudem auch noch mit dem Rapper Dardan liiert. 

Um die nächste Rapperin haben sich viele Fans Sorgen gemacht:

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#10 Céline

Céline Dorka verarbeitet in ihren Texten oftmals ihre eigenen Lebenserfahrungen – zum Beispiel aus ihrer Kindheit. Aufgrund ihrer finanziellen Situation wohnte sie in ihrer Jugend zeitweise in einer Wohnwagensiedlung. Nachdem Céline 2019 beim Song „It Takes Two" von Lena als Mitautorin und Backroundsängerin mitwirkte, folgte ein Jahr später ihre erste Single „Was machst du da?". Bereits im November 2020 wurde sie mit dem New Music Award in der Kategorie „Newcomerin des Jahres" ausgezeichnet. Anfang 2021 wurde es ruhig um die Sängerin. Viele Fans machten sich Sorgen um sie. Im Mai 2022 folgte nach einem Jahr Pause allerdings wieder neue Musik. Obwohl die beiden Singles nicht in die Charts kamen, sollte man Céline nicht aus den Augen verlieren.