Krebs im Intimbereich: Welche Anzeichen sollten Männer nicht ignorieren?

Die Folgen können dramatisch sein

Krebs im Intimbereich: Welche Anzeichen sollten Männer nicht ignorieren?
Quelle: Pixabay

Von diesem Krebs wissen nur die wenigsten Männer und doch kann die Krankheit einen schlimmen Verlauf nehmen: der Krebs im männlichen Intimbereich. Für viele ist das immer noch ein Tabuthema, dennoch ist es wichtig, bei einem Verdacht sofort einen Arzt aufzusuchen. Denn je weiter der Krebs fortgeschritten ist, desto mehr kann sich das Risiko von Metastasen und Langzeitfolgen erhöhen. Diese sind zum Beispiel der Verlust der Potenz, Probleme beim Wasserlassen und im allerschlimmsten Fall können betroffene Männer dabei auch das Organ verlieren. 

Alle Informationen zu dem Krebs und wie ihr ihn erkennt verraten wir euch auf den nächsten Seiten!

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Diese Krebsform trifft bis zu ein Prozent der Männer, ist jedoch durch die Anzeichen schnell erkennbar: Achtet vor allem auf Rötungen, Knoten und ein leichtes Geschwür, was sich auf der Vorhaut und der Eichel bildet. Bei einem Krebsbefall kann der Intimbereich jucken und schmerzen, geht aber nicht zwangsläufig mit der Erkrankung einher.

Der medizinische Leiter der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinischen Onkologie des Gesundheitszentrums der Charité Campus Virchnow in Berlin, Bernhard Wörmann,  warnt vor allem vor blutender Hautveränderung. "Haben die Hautveränderungen sich nach vier Wochen nicht zurückgebildet und sind verschwunden, sollte der Mann zum Urologen gehen", empfiehlt er. 

Doch viele Männer tun das nicht und riskieren fatale Folgen...

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Viele Männer gehen nach solchen Auffälligkeiten nicht sofort zum Arzt, sondern lassen sich mehrere Monate Zeit, so Wörmann. Zwar wächst das Karzinom sehr langsam, es kann sich jedoch bis zu einem Arztbesuch so ausgebreitet haben, dass im schlimmsten Fall das Geschlechtsteil entfernt werden muss. Daher rät der Experte, sofort einen Arzt aufzusuchen. 

Diese Therapien können helfen:

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Nachdem ein Arzt durch Beobachtung mit dem Mikroskop und Biopsie ein solches Karzinom festgestellt hat, kann ein Ultraschall und eine Magnetresonanztomografie (kurz MRT) beziehungsweise eine Computertomografie (CT) abklären, ob der Krebs sich bereits auf die Organe ausgebreitet hat. Nun sprechen verschiedene Experten über den Behandlungsplan, bei dem bisher eine Operation Standard war. Zwar wird dabei immer versucht, möglichst organ- und funktionserhaltend vorzugehen, dennoch ist das Risiko hoch, dass das Organ komplett entfernt werden muss. 

Mittlerweile gibt es aber auch gewebsschonende Operationen, Bestrahlungen und Laser-Methoden, erklärt Wörmann. Hierbei werden die Nerven und das Gewebe weniger beeinträchtigt und die Chance wird erhöht, dass sowohl die Potenz als auch das Glied selbst als Organ erhalten bleiben kann. 

Doch was sind eigentlich die Ursachen, die zu so einem Krebs führen?

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In den allermeisten Fällen entsteht der Krebs im Intimbereich durch eine Krebsform, die man vor allem als Hautkrebs kennt. Allerdings ist dieser Karzinom kein Hautkrebs an sich, auch wenn er sich zum Teil auf der Haut bildet. 

Die häufigste Ursache sind HPV, also humane Papillomviren, und darunter vor allem die beiden Hochrisikostämme 16 und 18, die auch Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) auslösen“, erklärt Wörmann. 

Eine weitere häufige Ursache ist eine falsche oder sogar mangelnde Hygiene des Intimbereichs. Damit es an der Hygiene nicht scheitert, erfahrt ihr hier, wie ihr euren Intimbereich am besten pflegen könnt, um einem Karzinom vorzubeugen!