Po juckt: 9 Gründe, warum dein Po jucken könnte

Wir präsentieren euch Mittel und Wege, damit dein Po nicht mehr juckt! Das nervige Jucken könnte folgende 9 Gründe haben:

Mann mit Hand an Po.
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Zugeben will es meist niemand, betroffen sind aber deutlich mehr Menschen, als man denkt: Das Jucken am Po ... Das kann für viele sehr unangenehm werden, von Schlaflosigkeit bis hin zu Verlust der Produktivität am Arbeitsplatz – und am Ende leiden oft auch die persönlichen Freundschaften unter den Auswirkungen der Beschwerden. Viele zögern trotz der negativen Konsequenzen lange, die Gründe für die Symptome zu untersuchen – wegen des gesellschaftlichen Tabus, diese Dinge anzusprechen.

Hier stellen wir euch 8 häufige Gründe für einen juckenden Po vor: 

Helfen können oft Lotionen aus der Apotheke, aber auch pflanzliche Mittel wie Kamillensalbe.
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Juckreizgrund #1: Hämorrhoiden

Zunächst einmal: Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Dabei handelt es sich um am Analkanal befindliche Blutgefäße, die dafür sorgen, dass der Enddarm verschlossen ist – sonst würde der tägliche Stuhlgang ohne Vorwarnung in der Unterhose landen. Doch vor allem im voranschreitenden Alter vergrößern sich Hämorrhoiden zuweilen krankhaft und können dann einen folterartigen Juckreiz auslösen. Helfen können oft Lotionen aus der Apotheke, aber auch pflanzliche Mittel wie Kamillensalbe.

Hygiene kann sich in beiden Extremen auf einen potenziellen Juckreiz auswirken.
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Juckreizgrund #2: Das falsche Maß an Hygiene

Das kann in beide Richtungen gehen – sowohl zu wenig als auch zu viel Hygiene im Analbereich können einen Juckreiz fördern. Zu wenig Hygiene kann schnell dazu führen, dass Reste vom Klogang den Juckreiz auslösen, während Zu viel Hygiene unter Umständen zu Hautirritationen, zur Hautschädigung und dadurch zu erhöhtem Juckreiz-Risiko führt. Darum: ein gesundes Maß an Hygiene sicherstellen und es nicht übertreiben. 

Boxershorts können der Grund für einen juckenden Po sein.
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Juckreizgrund #3: Die falsche Unterwäsche

Ja, bestimmte Stoffe in der Unterwäsche können – oft ohne Wissen des Besitzers – allergische Reaktionen auslösen (Baumwollallergien treten beispielsweise ab und zu auf) und sich in Juckreizen äußern. Auch fördern einige Kunststoffe die körpereigene Schweißproduktion, was ebenfalls einen Juckreiz auslösen kann. Unser Tipp: bei anhaltendem Juckreiz die Unterwäsche wechseln; oft ist dann schon eine Besserung der Symptome die Folge.

Allergische Reaktionen werden oft durch bestimmte Chemikalien in deinem Waschmittel ausgelöst. Ein Anzeichen hierfür ist, dass sich der Juckreiz nicht auf deinen Po beschränkt.
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Juckreizgrund #4: Chemikalien im Waschmittel

Allergische Reaktionen werden ebenfalls oft durch bestimmte Chemikalien in deinem Waschmittel ausgelöst. Ein Anzeichen hierfür ist, dass sich der Juckreiz nicht auf deinen Po beschränkt. Welche der vielen Chemikalien im Waschmittel der Übeltäter ist, ist leider nur schwer zu bestimmen. Versuche im Fall von Ganzkörper-Juckreiz auf Waschmittel mit insgesamt weniger Chemikalien umzusteigen.

Der Juckreiz könnte auch eine Folge einer sexuell übertragbaren Krankheit sein.
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Juckreizgrund #5: Sexuell übertragbare Krankheiten als Ursache 

Hast du schon viele Ursachen ausschließen können und das Jucken will sich nicht einstellen? Dann solltest du deinen Arzt des Vertrauens aufsuchen und dich auf verschiedene Geschlechtskrankheiten testen lassen (wie etwa Chlamydien oder Gonorrhoe). Diese sind nämlich häufig der Grund für den After-Juckreiz. Vor allem, wenn du kürzlich eine sexuelle Eskapade erlebt und dich nicht geschützt hast, sollte der Arztbesuch unbedingt anstehen.

Ein Mann besorgt sich Salbe gegen After-Ekzeme.
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Juckreizgrund #6: After-Ekzeme

Was sind Ekzeme am Allerwertesten? Hierbei handelt es sich um Juckflechte, die meist erkennbar an einem überdurchschnittlich geröteten Darmausgang sind und einen geschuppten Hautausschlag mit sich bringen. Die Ursache für Ekzeme sind vielfältig: Allergie-auslösende Salben, Antibiotika, aber auch chronischer Stress sind häufige Ursachen. Behandelt werden sie oft mit Kortison, doch beschränke dessen Einsatz auf ein Minimum, denn durch Kortison treten oft Nebenerscheinungen auf – unter anderem Juckreiz am After ...

Madenwürmer treten häufiger bei Kindern auf.
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Juckreizgrund #7: Madenwürmer legen ihre Eier im Darm ab

Seltener ein Erwachsenenproblem treten Madenwürmer meistens bei Kindern auf. Doch auch das kommt vor, wenn sich zum Beispiel Eltern mit den nervigen Gesellen bei ihren Kindern anstecken (oft durch Hautkontakt). Die Würmer legen gern ihre Eier im Darm ab, welche wiederum ein Sekret absondern, das einen nachhaltigen Juckreiz auslöst. Oft haben Betroffene dann schlaflose Nächte. Wenn Grund zur Annahme von Darmwürmern besteht, gibst du am besten eine Probe deines Stuhlgangs an deinen Arzt des Vertrauens – so kann meist zeitnah Abhilfe geschaffen werden.

Die Ursachen für ein Ausbrechen einer Pilzinfektion sind nicht selten psychologisch, also stressbedingt.
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Juckreizgrund #8: Pilzinfektionen 

Wo fühlen sich Pilze wohl: an feuchtwarmen, luftundurchlässigen Orten! Somit ist das Innere deiner Unterhose der ideale Ort für die Eukaryoten. Die Ursachen für ein Ausbrechen einer Pilzinfektion sind nicht selten psychologisch, also stressbedingt. Auch sind Pilzinfektionen oft ein soziales Tabuthema, weshalb viele Betroffene sich erst spät an einen Arzt wenden. Das ist jedoch immer ratsam, da die Keime meist schnell mithilfe spezieller Cremes abgetötet werden können. Deshalb: Bei Verdacht immer schnellstmöglich einen Doktor aufsuchen, der kann in den meisten Fällen helfen.

Selbst die übermäßige Aufnahme bestimmtere Lebensmittel kann als Konsequenz Juckreiz auslösen.
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Juckreizgrund #9: Nahrungsmittel fördern Hautreizungen

Selbst die übermäßige Aufnahme bestimmter Lebensmittel kann Hautreizungen fördern und somit einen Juckreiz auslösen. Darunter fallen vor allen Dingen besonders scharfe und saure Lebensmittel wie Zitrusfrüchte oder Chili. Aber auch Lebensmittel, die für besonders weichen oder harten Stuhlgang sorgen, solltest du in dem Fall meiden: Darunter fallen beispielsweise koffeinhaltige Getränke, Milchprodukte, Tomaten, Schokolade, Leinsamen und auch Alkohol. Bei einer ballaststoffreichen Ernährung mit genügend Flüssigkeit sollten die Beschwerden in dem Fall von selbst aufhören. Stellst du dagegen bei bestimmten Lebensmitteln generell Probleme fest, solltest du das von einem Arzt untersuchen lassen, da es sich zum Beispiel um eine Lebensmittelallergie handeln könnte.