Auf Prime, Netflix und Co.: Diese Western solltest du dir nicht entgehen lassen
Von knallharten Modern Western bis zu gefeierten Meisterwerken: Diese Western-Highlights musst du jetzt unbedingt streamen.
Der Wilde Westen lässt uns einfach nicht los. Ob zeitlose Klassiker mit Kultstatus, knallharte Spätwestern oder frische Highlights, die dem Genre neues Leben einhauchen: Auf Netflix, Prime Video und Co. verstecken sich einige Highlights für jeden Geschmack. Damit du nach dem Feierabend nicht ewig durch die Bibliotheken suchen musst, sind hier die Western-Tipps, bei denen sich das Einschalten garantiert lohnt.
„Erbarmungslos“ (Magenta TV)
„Erbarmungslos“ gehört zu den stärksten Western in Clint Eastwoods Karriere. Der Film von 1992 zeigt den Schauspieler und Regisseur als William Munny, einen früheren Auftragskiller, der sein altes Leben eigentlich hinter sich gelassen hat. Aus Liebe zu seiner verstorbenen Frau wurde er Farmer – doch das bringt kaum Geld ein. Als ein junger Revolverheld ihn zu einem letzten Auftrag überredet, holt ihn die Gewalt wieder ein.
Im September 2026 findet man den Western bei Magenta TV. Die Bewertungen sprechen klar für den Spätwestern: Auf Rotten Tomatoes wird der Film als einer der „besten Western“ bezeichnet, eine andere Kritik lautet: „schonungsloses Drama“. Entsprechend stark fallen die Wertungen aus: 96 Prozent bei den Kritikern und 93 Prozent beim Publikum.
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„Django Unchained“ (Netflix)
„Django Unchained“ gibt es (Stand Mitte September 2026) bei Netflix – und Tarantinos Western hat bis heute ordentlich Wucht. Der Film startete bereits 2013 in den deutschen Kinos und mixt Action, Italo-Western und Rachegeschichte zu einem ziemlich markanten Genrestück.
Im Zentrum steht Django, gespielt von Jamie Foxx. Er wird von Dr. King Schultz befreit, einem früheren Zahnarzt und Kopfgeldjäger, gespielt von Christoph Waltz. Django will seine Frau Broomhilda finden, von der er bei einer Auktion getrennt wurde. Gemeinsam ziehen die beiden durch die Südstaaten kurz vor dem Bürgerkrieg. Ihre Spur führt nach Candyland, wo der gefährliche Calvin Candie, gespielt von Leonardo DiCaprio, Broomhilda in seinem Besitz hat. Doch Candies Haussklave Stephen, gespielt von Samuel L. Jackson, durchschaut das Spiel.
Der 165 Minuten lange Film ist ab 16 Jahren freigegeben. Bei Moviepilot kommt er stark weg: 45.959 Nutzer*innen bewerten ihn im Schnitt mit 8,4 von 10 Punkten. Gelobt wird der Film auf Rotten Tomatos als „mutiges, blutiges und stilistisch gewagtes Meisterwerk“ und als „verrückt unterhaltsam“.
„Walker: Independence“ (Amazon Prime)
Mit „Walker: Independence“ bekommt die Welt von „Walker“ eine Vorgeschichte im Western-Gewand. Die Serie umfasst eine Staffel und knüpft nicht direkt an die Gegenwartshandlung an, sondern blickt in eine frühere Zeit zurück. „Walker“ selbst ist ein neu aufgelegtes Remake des 90er-TV-Hits mit Chuck Norris.
Im Mittelpunkt steht Abby Walker, gespielt von Katherine McNamara, die Zuschauer*innen aus „Maze Runner“ kennen könnten. Abby bricht mit ihrem Ehemann von Boston Richtung Westen auf. Doch die Reise endet brutal: Ihr Mann wird erschossen, und Abby landet allein in der rauen Kleinstadt Independence. Dort trifft sie auf Hoyt Rawlins, verkörpert von Matt Barr aus „Blood & Treasure“. Er wird als liebenswert und umtriebig beschrieben – also genau die Art Figur, die in einer Westernstadt schnell für Bewegung sorgt.
Bei Rotten Tomatoes fällt die Resonanz gemischt aus: Während nur 71 Prozent der Kritiker*innen „Walker: Independence“ positiv bewerten, liegt die Zustimmung beim Publikum mit 93 Prozent deutlich höher.
Auf YouTube stößt der Trailer auf positive Kritik: „Ich freue mich, Kat in weiteren Produktionen zu sehen. Sie ist großartig, und ich kann es kaum erwarten, die Serie zu sehen“, schreibt ein Nutzer. Ein weiterer Kommentar lautet: „Das ist ein beeindruckender Trailer, die Serie sieht großartig aus.“
„No Country for Old Men“ (MagentaTV+ & Paramount+ )
„No Country for Old Men“ und bleibt ein harter Gegenentwurf zum klassischen Western. Joel und Ethan Coen verlegen die Handlung ins Texas der 1980er-Jahre: Jäger Llewelyn Moss findet nach einem gescheiterten Drogendeal einen Koffer mit zwei Millionen Dollar. Der Fund macht ihn zur Zielscheibe, vor allem für den gnadenlosen Auftragskiller Anton Chigurh.
Der Film setzt nicht auf das gewohnte Duell zwischen Held und Bösewicht. Stattdessen bleibt vieles unbequem offen. Genau darin liegt seine Kraft: karge Bilder von Roger Deakins, fast keine Filmmusik und ein Ensemble um Josh Brolin, Javier Bardem, Kelly Macdonald und Tommy Lee Jones sorgen für enorme Spannung.
2008 gewann der Neo-Western vier Oscars: bester Film, beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch und bester Nebendarsteller für Bardem. Auf Rotten Tomatoes sind die Kritiken durchweg positiv. Kritiker*innen sprechen davon, dass die Coen-Brüder aus der düsteren Vorlage „filmisches Gold“ machen. Gelobt werden außerdem die „unvergleichliche“ Leistung von Javier Bardem und die zugleich zurückhaltenden wie kraftvollen Dialoge. Ein Zuschauer nennt den Film sogar „einen der größten amerikanischen Filme aller Zeiten“. 93 Prozent der Kritiker*innen und 86 Prozent des Publikums bewerten ihn positiv.
„Yellowstone“ (Paramount+ & Netflix)
„Yellowstone“ lief von 2018 bis 2024 und ist beendet, aber die Dutton-Ranch bleibt ein großes Thema für Serienfans. Die Drama-Western-Serie von Taylor Sheridan und John Linson umfasst 5 Staffeln mit 53 Episoden und ist mit „1883“ und „1923“ verbunden.
Im Zentrum steht John Dutton, gespielt von Kevin Costner. Er besitzt die größte Ranch der USA. Nach dem Tod seiner Frau muss er sich nicht nur mit seinen vier Kindern Lee, Jamie, Beth und Kayce auseinandersetzen, sondern auch mit Konflikten rund um ein angrenzendes Indianerreservat und einen Naturpark. Friedlich bleibt das selten.
Die erste Staffel kam bei Rotten Tomatoes nur auf 58 Prozent Zustimmung und galt damit noch als „rotten“. Staffel 3 markierte dann den Höhepunkt der Serie: Sie erreichte 100 Prozent und gilt damit als die am besten bewertete Staffel. Auf YouTube heißt es: „Die Landschaft ist atemberaubend. Ich liebe es, mit der Serie alles um mich herum zu vergessen“, heißt es weiter. Das Fazit der Fans: „Sowas kann nur Kevin Costner. Einfach großartig. Ich liebe Yellowstone.“
„1883“ (Paramount+ & Netflix)
Mit „1883“ blickt Taylor Sheridan weit zurück in die Geschichte des „Yellowstone“-Universums. Die Western-Drama-Serie lief von 2021 bis 2022, ist beendet und umfasst eine Staffel mit 10 Episoden. Im Mittelpunkt steht die Familie Dutton, die sich im Jahr 1883 durch den Westen und die Great Plains kämpft.
Ihr Ziel: ein besseres Leben fern der Armut – in Montana. Doch der Weg dorthin ist brutal. Die Familie verliert Freund*innen und Tiere, trifft auf andere Farmer*innen und auf einheimische Ureinwohner*innen, die ihr Land verteidigen wollen. Trotzdem halten die Duttons an ihrem Traum von einem freien Leben fest.
Begleitet werden sie von Shea Brennan, gespielt von Sam Elliott, einem harten Cowboy mit schwerer Vergangenheit. Außerdem gehören James Dutton, verkörpert von Tim McGraw, und Margaret Dutton, gespielt von Faith Hill, zur zentralen Besetzung. Einhundert Jahre später soll aus diesem gefährlichen Aufbruch die größte zusammenhängende Rinderfarm der USA hervorgehen.
Auch das „Yellowstone“-Prequel „1883“ kommt bei den Kritiker*innen sehr gut an. Bei Rotten Tomatoes erreicht die Westernserie 89 Prozent Zustimmung. Beim Publikum fällt die Resonanz mit 78 Prozent etwas verhaltener, aber weiterhin klar positiv aus.
Auf YouTube zeigen sich die Fans von der Miniserie begeistert. „Diese Miniserie muss man definitiv gesehen haben“, heißt es in einem Kommentar. Ein anderer Nutzer lobt vor allem die Geschichte und schreibt: „Das ist das beste Drehbuch, das ich je in meinem Leben gesehen habe.“
„Justified“ (Paramount+)
In 78 Episoden spielt Timothy Olyphant den Deputy U.S. Marshal Raylan Givens, einen Gesetzeshüter alter Schule, der nach einem Zwischenfall zurück in seine Heimat Kentucky versetzt wird.
Dort wartet reichlich Ärger: eine Ex-Frau, ein inhaftierter Vater, ein früherer Freund mit extremistischen Ansichten – und jede Menge Verbrechen.
Bei Rotten Tomatoes auf 97 Prozent bei Kritiker*innen und 95 Prozent beim Publikum. Auch die Zeit lobte: „Nun ist eine Serie nicht automatisch dann gut, wenn sie ein seismografisches Sittengemälde ist. ‚Justified‘ kann viel mehr, ist ein gut geschriebener Krimi, perfekt inszeniert und mit herausragenden Darstellern besetzt.“
Geplant waren ursprünglich sieben Staffeln. Doch die Macher*innen entschieden, dass die Geschichte auserzählt war. Showrunner Michael Dinner sagte später: „Wir dachten, wir hätten es gut zu Ende gebracht, und wir dachten, wir wären fertig. Wir dachten, wir wären gemeinsam in den Sonnenuntergang geritten.“
„The Hateful 8“ (Netflix & Joyn)
Mit „The Hateful 8“ kehrte Quentin Tarantino 2015 erneut zum Western zurück – nach dem deutschen Kinostart am 28. Januar 2016 wurde der Film schnell zum bitterkalten Kammerspiel mit Star-Besetzung. Die Handlung führt nach Wyoming, einige Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg: Kopfgeldjäger John Ruth, seine Gefangene Daisy Domergue und mehrere Reisende landen wegen eines Schneesturms in Minnies Kleinwarenladen.
Was dort wie ein zufälliges Treffen beginnt, kippt in Misstrauen, alte Feindschaften und Gewalt. Spannend ist auch die Entstehung: Nachdem Tarantinos Drehbuch Anfang 2014 ohne seine Zustimmung öffentlich wurde, wollte er das Projekt zunächst stoppen. Im Juli 2014 kamen wieder Gerüchte über eine Verfilmung auf, am 22. August 2014 folgte ein Teaser vor „Sin City 2“. 2016 gewann Ennio Morricone für die Filmmusik einen Golden Globe und einen Oscar.
Die Kritiken zu „The Hateful Eight“ fallen auf Rotten Tomatos deutlich unterschiedlich aus. Während der Film teils als „ziemlich furchtbar“ und „viel zu lang und selbstverliebt“ bezeichnet wird, loben andere, Tarantino „ziehe das Publikum in eine Szene hinein“ und „beherrsche sein filmisches Handwerk noch sicherer“. Unterm Strich überwiegt die Zustimmung: 74 Prozent der Kritiker*innen bewerten den Film positiv, beim Publikum sind es 77 Prozent.
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„Blaze of Glory – Flammender Ruhm“ (Amazon Prime & Apple TV)
Mit „Blaze of Glory – Flammender Ruhm“ ging die Geschichte um Billy the Kid im Jahr 1990 weiter. Der Neo-Western von Geoff Murphy startete in Deutschland am 29. November 1990 im Kino, läuft 104 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Im Original heißt der Film „Young Guns II“.
Die Handlung setzt nach den Schlachten in Lincoln County ein. Sheriff Pat Garrett ist Billy und seinen Gefährt*innen weiter auf den Fersen. Um dem Gesetz zu entkommen, wollen sie sich nach Mexiko absetzen. Doch als die Gruppe in einem kleinen Ort eingekesselt wird, sieht die Lage alles andere als gut aus. Trotzdem gelingt ihnen zunächst die Flucht vor Garrett und seinen Männern.
Zur Besetzung gehören Emilio Estevez als William Bonney, Kiefer Sutherland als Josiah Gordon Scurlock, Lou Diamond Phillips, Christian Slater, William Petersen, James Coburn und Viggo Mortensen. Laut Ausgangstext ist der Film bei Netflix und weiteren Anbietern verfügbar.
Bei Moviepilot beschreibt den Film am 29.08.2025 als „ein nettes aufgezeigtes rasantes Western-Märchen“ und „durchweg sehenswert“.