Was passiert, wenn Männer länger keinen Orgasmus haben?
Wenn Männer über längere Zeit keinen Orgasmus haben, wirkt sich das negativ auf den Körper aus. Wieso Höhepunkte für deine Gesundheit wichtig sind!
Dass es im Bett mal ruhiger zugeht, ist völlig normal. Stress oder lange Beziehungen können dazu führen, dass die Lust weniger wird. Problematisch für den Körper wird es allerdings, wenn man über einen langen Zeitraum gar keinen Orgasmus mehr hat, auch nicht durch Masturbation. Ein dauerhafter Verzicht auf den Höhepunkt ist für Männer nämlich nicht gesund.
#1 Die Gefahr für Prostatakrebs steigt
Regelmäßige Samenergüsse sind wichtig für die Vorsorge. Eine bekannte Langzeitstudie der Harvard University aus dem Jahr 2022 hat gezeigt, dass Männer, die mindestens 21-mal im Monat einen Samenerguss haben, ihr Risiko für Prostatakrebs deutlich senken können – im Vergleich zu Männern mit nur 4 bis 7 Orgasmen. Dabei ist es für den Körper völlig egal, ob der Orgasmus mit einer anderen Person oder durch Masturbation zustande kommt. Entscheidend ist die regelmäßige Aktivität.
#2 Dein Blutdruck steigt
Längere Phasen ohne Orgasmus können sich auf deinen Blutdruck auswirken. Wissenschaftler*innen stellten in einer Studie der American Heart Association von 2012 fest, dass Testpersonen nach zwei Wochen ohne Höhepunkt einen höheren Blutdruck entwickelten als die Vergleichsgruppe mit regelmäßiger Aktivität. Der Orgasmus hilft dem Körper dabei, Spannungen abzubauen, was wiederum die Gefäße entlastet. Fehlt dieser Ausgleich dauerhaft, macht sich das bei den Blutwerten bemerkbar.
#3 Dein Immunsystem wird immer schwächer
Wer selten zum Höhepunkt kommt, wird unter Umständen schneller krank. Wissenschaftler*innen der Wilkes-Barre-Universität in Pennsylvania fanden 2004 heraus, dass regelmäßige Orgasmen das Immunsystem stärken können. Der Körper schüttet dabei vermehrt Antikörper aus, die vor Infekten schützen. Auch wenn man beim Kontakt mit anderen Menschen Keimen ausgesetzt sein kann, überwiegt der gesundheitliche Vorteil der regelmäßigen körpereigenen Abwehrreaktion durch den Orgasmus.
#4 Dein Stresspegel steigt
Ein Orgasmus ist ein natürlicher Stresskiller für den Körper. Während des Höhepunkts werden Endorphine und Oxytocin ausgeschüttet. Diese Botenstoffe sorgen dafür, dass Ängste gelöst werden und der Blutdruck sinkt. Fehlt dieser regelmäßige „Reset“, bleibt das Stresshormon Cortisol oft länger im System. Das führt dazu, dass man sich im Alltag schneller angespannt und weniger belastbar fühlt. Wer regelmäßig zum Höhepunkt kommt, hilft seinem Nervensystem also aktiv beim Entspannen.
Tipp: Hier gibt es einen Ratgeber bei Errektionsstörungen.
#5 Du kannst eine Erektionsstörung entwickeln
Das Sprichwort „Wer rastet, der rostet“ gilt gewissermaßen auch hier. Eine finnische Studie mit fast 1.000 Männern über 50 zeigte 2008, dass das Risiko für Erektionsstörungen bei seltener Aktivität deutlich ansteigt. Männer, die weniger als einmal pro Woche einen Orgasmus hatten, entwickelten doppelt so häufig Probleme mit der Standfestigkeit wie diejenigen, die regelmäßig aktiv waren. Urolog*innen erklären das damit, dass die Schwellkörper im Glied wie ein Muskel trainiert werden müssen, um elastisch und gut durchblutet zu bleiben.
#6 Die Lebenserwartung sinkt
Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein, aber regelmäßige Orgasmen können tatsächlich zu einem längeren Leben beitragen. Der Grund dafür ist ein Mix aus körperlichen Faktoren: Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, das Immunsystem arbeitet besser und der Hormonhaushalt bleibt im Gleichgewicht. Ein erfülltes Liebesleben – ob allein oder zu zweit – ist also ein echtes Plus für die Langlebigkeit.
#7 Höheres Risiko eines Herzinfarktes
Regelmäßige Orgasmen sind ein hervorragendes Training für dein Herz. Während des Höhepunkts steigen der Puls und der Blutdruck kurzzeitig an – fast wie bei einer moderaten Sporteinheit. Dieser regelmäßige „Belastungstest“ hält die Gefäße elastisch und stärkt den Herzmuskel. Männer, die mindestens zweimal pro Woche zum Höhepunkt kommen, sollen ihr Risiko für tödliche Herzerkrankungen deutlich senken können. Wer hingegen über Jahre hinweg abstinent bleibt, verzichtet auf diesen schützenden Effekt für das Herz-Kreislauf-System.
Tipp: Auch diese Spielzeuge können bei Störungen im Bett helfen.
#8 Du kannst übergewichtig werden
Ein regelmäßiger Höhepunkt kann tatsächlich beim Gewichtsmanagement helfen. Das liegt zum einen am direkten Kalorienverbrauch, zum anderen aber an den Hormonen. Bei längerer Enthaltsamkeit kann der Testosteronspiegel sinken, was den Stoffwechsel verlangsamt und den Kalorienverbrauch im Ruhezustand reduziert. Zudem neigen viele Männer unbewusst zu „Ersatzbefriedigungen“ wie zuckerhaltigen Snacks oder fettigem Essen, wenn das Belohnungssystem im Gehirn nicht durch Orgasmen aktiviert wird. Auf Dauer erhöht dieser Hormon-Mix das Risiko für unliebsames Bauchfett.
#9 Dein Muskelaufbau kann stagnieren
Testosteron ist der Treibstoff für deine Muskeln. Da regelmäßige Orgasmen den Testosteronhaushalt stabilisieren, unterstützen sie indirekt auch deine Fortschritte im Gym. Wer über sehr lange Zeit völlig enthaltsam lebt, riskiert einen niedrigeren Hormonspiegel, was den Aufbau neuer Muskelmasse erschweren und die Regenerationszeiten verlängern kann. Für eine optimale körperliche Leistungsfähigkeit ist ein gesunder Hormonhaushalt also essenziell.