Lufthansa will Hyperloop schon 2018 testen!

Er wäre bis zu 1.200 km/h schnell!

Es klingt wie ein Projekt aus der fernen Zukunft: Ein Stahlrohr, in dem fast ein Vakuum herrscht, und durch das Passagiere mit fast 1.200 Kilometern pro Stunde reisen können. Nur handelt es sich dabei um keinen Futurismus. Diese Pläne stammen von dem nordamerikanischen Unternehmer Elon Musks - es handelt sich um den sogenannten "Hyperloop".

Die Idee ist eigentlich simpel: Mittels eines Kompressors wird die Luft vor dem Zug in der Stahlröhre hinter diesen gepumpt, so dass ein möglichst niedriger Luftwiderstand herrscht. Gleichzeitig wird mittels elektromagnetischer Felder der Zug nach vorn getrieben. Der in Deutschland nie verwirklichte Transrapid basierte auf einer ähnlichen Technik.

Dass es sich dabei aber nicht nur um ferne Zukunftsmusik handelt, zeigt nun das Engagement der Lufthansa, die an der Verwirklichung des Projekts interessiert ist. Immerhin könnten so Flugstrecken gestrichen werden - mit einer halben Stunde von München nach Berlin wäre der Hyperloop doppelt so schnell wie ein Flugzeug. Eine Sprecherin der Lufthansa bestätigte gegenüber der Bild am Sonntag: "Hyperloop ist eine wichtige Entwicklung, die wir uns genau anschauen". Und auch der Projektmanager und Chef der Firma Hyperloop Transportation Technologies (HTT), Dirk Ahlborn erklärt: „Wir starten jetzt mit der Produktion unserer Transportkapsel“. Schon 2018 sollen die ersten Tests starten.

Aber kommt nun wirklich der Hyperloop nach Deutschland? Experten haben noch bedenken. Nicht nur, dass die Kosten ähnlich wie beim Transrapid zu optimistisch angesetzt seien, gebe es auch ein hohes Sicherheitsrisiko: Wenn es zu einem Unfall im Hyperloop kommt, sei es mehr als schwierig, die Menschen aus der Vakuumröhre zu retten.

Aber Ahlborn ist zuversichtlich. Nicht nur, dass es weltweit Anfragen gebe. Auch in der deutschen Politik habe man Interesse gezeigt.

Doe142

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Doe142 - "Die Basis jeder gesunden Ordnung ist ein großer Papierkorb." (Kurt Tucholsky)