2020 kommt die PKW-Maut

So teuer wird es für uns

2020 kommt die PKW-Maut

Lange war sie angekündigt, nun soll sie nächstes Jahr, im Oktober 2020 in Kraft treten: die PKW-Maut auf deutschen Straßen. Ursprünglich sollte sie schon dieses Jahr gelten, allerdings gibt es immer noch einige Hürden zu nehmen, haben doch insbesondere – aber nicht nur – unsere europäischen Nachbarn Bedenken. Insbesondere Österreich pocht darauf, dass die Maut, wie sie jetzt geplant ist, gegen geltendes EU-Recht verstoße. Dazu steht noch immer eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus, die Mitte diesen Jahres erwartet wird. 

Was finanziell auf uns zukommt, wenn die Maut in Kraft tritt, lest ihr auf den nächsten Seiten.

Besonders heikel: Die PKW-Maut soll nicht nur auf Autobahnen, sondern auch auf Bundesstraßen gelten. Eines der wesentlichen Versprechen mit der Einführung der Maut unter dem damaligen Bundesverkehrsministers Dobrindt (CSU) war, dass auf deutsche Autofahrer keine Mehrbelastung zukommt. Die KfZ-Steuer solle dazu für viele Autofahrer gesenkt werden – die Mehrkosten zahlen dann ausländische Autofahrer. An diesem Modell hält auch Dobrindts Parteikollege und amtierender Bundesverkehrsminister Scheuer fest.

Was das in Zahlen bedeutet, erfahrt ihr auf der folgenden Seite.

2020 kommt die PKW-Maut

Die Mautgebühren werden sich sowohl nach der Umweltfreundlichkeit wie auch der Größe des jeweiligen Motors berechnen. Erwartungsgemäß wird für Dieselfahrzeuge demnach eine höhere Maut fällig als für Benziner. So sollen sich die jährlichen Mautgebühren auf 67 bis 140 Euro belaufen.

Kontrolliert werden soll die Einhaltung mit zufälligen Stichproben, in denen die Nummernschilder mit dem Mautsystem abgeglichen werden.

Welche Kosten auf ausländische Autofahrer zukommen, erfahrt ihr auf der letzten Seite.

2020 kommt die PKW-Maut

Für ausländische PKWs wird sich die Mautsumme per Smartphone-App berechnen lassen. Größe und Umweltfreundlichkeit des Motors sind auch hier ausschlaggebend und sorgen dann für Mautgebühren von 2,50 bis 100 Euro.

Bevor diese Regelungen allerdings in Kraft treten, muss zum einen der Europäische Gerichtshof noch sein Urteil fällen. Ob das Gesetz also wirklich im Oktober 2020 umgesetzt wird, ist noch nicht in trockenen Tüchern.