Kostet Sprit bald mehr als 2 Euro?

Der Preis ist auf dem Höhenflug

Kostet Sprit bald mehr als 2 Euro?

Wer regelmäßig Auto fährt, wird es schon voller Frust an den Tankstellen bemerkt haben: Die Spritpreise werden immer höher, und ein Ende ist gefühlt nicht in Sicht. Es ist keine Einbildung, dass Autofahrer immer tiefer in die Tasche greifen müssen. Laut ADAC befindet sich der Spritpreis im Oktober 2018 auf seinem diesjährigen Rekord. So müssen wir für einen Liter Diesel momentan im Schnitt 1,337 Euro, für Super E10 sogar 1,512 Euro hinlegen.

Aber wie kommt es zu diesen preislichen Höhenflügen? Und droht vielleicht sogar eine Steuererhöhung auf Benzin und Diesel? Auf den nächsten Seiten klären wir auf!

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Kostet Sprit bald mehr als 2 Euro?

1. Wie sich der Preis zusammensetzt

Der Spritpreis setzt sich aus zwei Faktoren zusammen: den Ölkosten und der Steuer. Die Kosten für das Öl hängen im Wesentlichen davon ab, wie viel Öl momentan weltweit gefördert und gehandelt wird. Bei den Steuern kommt zum einen die Mehrwertsteuer von 19 Prozent zum Tragen und zum anderen die Mineralölsteuer. Die beträgt bei Benzin 65,45 Cent pro Liter, bei Diesel 47,04 Cent pro Liter. Diese ungleiche Besteuerung hat ihren Ursprung darin, dass früher Transportunternehmen nicht zu stark besteuert werden sollten. Zu dem sich so zusammensetzenden Gesamtpreis kommen noch die Kosten der Konzerne, die ihre Ausgaben wieder reinholen und Gewinn erzielen wollen.

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2. Wieso ist Sprit momentan so teuer?

Die Länder, die Rohöl fördern, sind in den Opec (Organisation ölexportierender Länder) organisiert und einigen sich regelmäßig auf die Menge, die gefördert wird und damit in den weltweiten Handel kommt. Zwei Probleme tun sich hier auf: Zum einen ist einer der wichtigsten Erdöl-Exporteure, Venezuela, momentan in einer schweren Wirtschaftskrise, wodurch dort weniger Öl gefördert wird. Zum anderen drohen dem Iran mit dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen neue Sanktionen auf seine Ölexporte. All das führt zur momentan angespannten Lage auf dem Rohölmarkt – und damit zu höheren Verbraucherpreisen.

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3. Steigen die Steuern auf Sprit?

Zurück in die heimische Wirtschaftspolitik, die ja schließlich mit der Besteuerung direkt Einfluss auf den Spritpreis hat. In der Politik wird momentan eine gewisse Schieflage diskutiert: Während die erneuerbaren Energien gerade im Fokus der Energiepolitik stehen, wird Sprit als fossiler Energieträger trotzdem verhältnismäßig niedrig besteuert. Damit sei einer Förderung von E-Mobilität nicht geholfen. Neben regionalen Schwankungen und den Entwicklungen auf dem weltweiten Rohölmarkt wird es also darauf ankommen, wie die deutsche Politik langfristig den Autoverkehr gestalten will. 

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4. Wie kann man beim Tanken sparen?

Aber es gibt Mittel und Wege, trotz des Rekordhochs der Preise an den Tankstellen Geld zu sparen. Zum einen lohnt es sich immer noch, eher nachmittags und abends zu tanken. Auch die Lage der Tankstelle kann ein Faktor sein: Zapfsäulen im Zentrum sind meist teurer als in umliegenden Gebieten. Wer ADAC-Mitglied ist, spart bei ausgewählten Tankstellen (Shell, Agip, star) außerdem einen Cent pro Liter.