Rauchen: Wird das Rauchverbot in Kneipen bald gelockert?

Diese Parteien sind dafür

Rauchen: Wird das Rauchverbot in Kneipen bald gelockert?
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CDU und FDP wollen Nichtraucherschutzgesetz in NRW lockern

Im Parteiprogramm der CDU-Nordrhein-Westfalen heißt es, dass die Partei den "Nichtraucherschutz ohne Bevormundung" anstrebt. Dabei soll der Nichtraucherschutz nicht vernachlässigt werden, aber die bestehenden Gesetze würden dem Land NRW nicht gut tun. Man wolle prüfen, inwiefern sich Lösungen finden lassen, die denen ähneln, die „auch in anderen Bundesländern praktiziert werden“.

Angestrebt wird eine Regelung, wie sie 2008 gültig war. Sie würde es Kneipen ermöglichen abgetrennte Raucherbereiche einzurichten oder sogar sich als "Raucherklub" zu definieren. Eine weitere Überlegung ist die sogenannte Eckkneipen-Variante, nach der alle Bars unter einer Größe von 75 m² eine Rauchgenehmigung erhalten könnten. Die FDP ist sogar dafür, dass es generell nur eine "Entscheidung des Gastwirts ist, ob in seiner Gaststätte geraucht werden darf".

In NRW herrscht neben Bayern und dem Saarland das schärfste Nichtraucherschutzgesetz in Deutschland. In der Gastronomie sind ist das Gesetz seit jeher umstritten, weil dadurch Umsatzeinbußen befürchtet werden. Die Öffentlichkeit stimmte 2014 in einer Umfrage des deutschen Krebsforschungsinstituts zu 81 Prozent für ein absolutes Rauchverbot in deutschen Gaststätten. Dementsprechend beobachtet auch die Deutsche Krebshilfe den Vorstoß der CDU mit Misstrauen. Denn die Lockerung wäre seine "Politik an den Menschen vorbei", so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Vereinigung. Angesichts der Zahlen eine nicht unberechtigte Kritik.

Quelle: wdr.de